Kryptobotanik

In der Kryptobotanik sind die Forschungsansätze ebenso wie in der Kryptozoologie als erweiterte Studie der normalen Botanik anzusehen.

Die Kryptobotanik beschäftigt sich mit dem Aufspüren von Pflanzen, welche entweder bereits als ausgestorben gelten, von denen es aber dennoch Restpopulationen geben könnte, und mit dem Aufspüren von Pflanzen, welche in diversen Quellen (z.B. alten Texten und Aufzeichnungen, Legenden) vorhanden sind, die aber botanisch noch nicht identifiziert und klassifiziert sind.

So gibt es in alten Aufzeichnungen und Erzählungen jeder Kultur diverse Kräuter und Pflanzen mit verschiedenen Wirkungsweisen, wobei wir heute nicht nachvollziehen können, um welche Pflanzen es sich letztendlich handelt. Allein in China soll es so eine Liste von mehr als 2500 Kräutern der alten chinesischen Medizin geben, welche im Aussehen und der Wirkungsweise heute nicht zugeordnet werden können. Oder man denke an die phantastischen Pflanzen, wie etwa den Umdlhebi-Baum, welche in etlichen Quellen genannt sind, aber für die es keine Identifizierung gibt.


Vertreter

  • Umdhlebi-Baum
  • Madagaskars Mörderbaum
  • Me`Toh-Baum
  • Steinweich-Kraut


Literatur

  • Schneider Michael und Nadine, Rätselhafte Welt, BOD 2004, ISBN 3833420588


Weblinks

  • Kryptobotanik bei VKF

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Ereignisse


Politik und Weltgeschehen

  • Beendigung des Baus des Hadrianmausoleums, der heutigen Engelsburg, Grablege für die Kaiser bis zu Caracalla und ihre Familien


Gestorben

  • Vermutlich 139: Zhang Heng, chinesischer Mathematiker, Astronom, Geograph, Schriftsteller und Erfinder (* 78)

Leppin (Begriffsklärung)

Leppin bezeichnet Orte:

  • Gemeinde Leppin im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt
  • Ortsteil Leppin der Gemeinde Lindetal im Landkreis Mecklenburg-Strelitz in Mecklenburg-Vorpommern
  • Ortsteil Leppin der Gemeinde Marnitz im Landkreis Parchim in Mecklenburg-Vorpommern
  • Ortsteil Leppin der Gemeinde Siedenbrünzow im Landkreis Demmin in Mecklenburg-Vorpommern

Leppin bezeichnet Nachnamen:

  • Hartmut Leppin, deutscher Althistoriker
  • Paul Leppin, (1878-1945), böhmisch-deutscher Schriftsteller

Königsteiner Vereinbarung

Die Königsteiner Vereinbarung wurde am 30. August 1950 von den Mitgliedern des Bundesrates in einer Sitzung in Königstein im Taunus geschlossen. Nach dieser Vereinbarung wechselt das Amt des Bundesratspräsidenten jährlich zwischen den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer in der Reihenfolge der Ländergröße. Um das Amt des ersten Bundesratpräsidenten hatte es noch einen Streit zwischen den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold, und Bayern, Hans Ehard, gegeben, den Arnold für sich entschieden hatte.


Siehe auch

Königsteiner Staatsabkommen

Rosie Douglas

Roosevelt Douglas (* 15. Oktober 1941; † 1. Oktober 2000 in Portsmouth) war ein dominicanischer Politiker. Im Jahr 2000 war er für acht Monate Ministerpräsident der Karibikinsel.

Douglas erwarb sich während seiner politischen Laufbahn den Ruf einen sozialistischen Radikalreformers. Bei den Parlamentswahlen am 31. Januar 2000 führte er die Dominica Labour Party zum Sieg gegen die regierende United Workers Party von Ministerpräsident Edison James. Er bildete eine Koalition mit der gemäßigten Dominica Freedom Party und trat am 3. Februar 2000 James’ Nachfolge im Amt des Ministerpräsidenten an.

Nach nur acht Monaten im Amt wurde Douglas am 1. Oktober 2000 tot in seinem Haus in Portsmouth aufgefunden. Er war erst einen Tag zuvor von Staatsbesuchen in Australien, Taiwan, Kanada und Jamaika zurückgekehrt.

Zu seinem Nachfolger wurde Außenminister Pierre Charles bestimmt.

Vertrag von Malmö (1848)

Der Vertrag von Malmö regelte einen am 26. August 1848 geschlossenen Waffenstillstand zwischen den Kriegsgegnern Dänemark und Preußen sowie die Machtverhältnisse in der Schleswig-Holstein-Frage.

Als der dänische König Friedrich VII. im Jahre 1848 den Anschluss Schleswigs an Dänemark vollziehen wollte, schickte der Deutsche Bund Truppen unter General Friedrich Graf von Wrangel in den Kampf (siehe: Schleswig-Holsteinischer Krieg).

In Folge dessen erzwangen die europäischen Großmächte Russland, Frankreich und Großbritannien am 26. August 1848 unter Vermittlung Schwedens den Vertrag von Malmö. Das Übereinkommen regelte einen 7-monatigen Waffenstillstand mit den Bedingungen, dass alle Truppen der verfeindeten Mächte aus Schleswig-Holstein abgezogen werden und eine preußisch-dänische Regierung eingesetzt wird, die unter der Aufsicht Großbritanniens und Russland stehen sollte.

In der Frankfurter Nationalversammlung wurde die Ratifizierung des Vertrages mit 238 gegen 221 Stimmen abgelehnt. Hauptgegner waren vor allem die links-demokratischen Kräfte, die den Vertrag vollständig ablehnten. Als durch einige Abgeordnete, die ihre Meinung geändert hatten, der Vertrag am 16. September letzten Endes doch ratifiziert werden konnte, kam es zu blutigen Aufständen vor der Frankfurter Paulskirche. Viele Gegner des Vertrags, welche die nationale Einheit anstrebten, fühlten sich verraten. Die Ruhe konnte erst wieder durch den Einsatz preußischer und österreichischer Truppen hergestellt werden.

Pro Archia

Pro Archia (poeta) („Für [den Dichter] Archias“) ist eine im Jahr 62 v. Chr. gehaltene Verteidigungsrede des römischen Politikers und Anwalts Marcus Tullius Cicero für den Dichter Archias. Cicero verteidigte Archias, über den nicht mehr bekannt ist als in der Rede erwähnt wird, gegen den Ankläger Grattius. Vorgeworfen wurde ihm die Anmaßung des römischen Bürgerrechts, was nach der lex Papia des Jahres 65 v. Chr. mit dem Verweis aus Rom bedroht war.


Aufbau der Rede

In dieser Rede weicht Cicero von der üblichen Aufteilung einer Gerichtsrede ab, was er bereits in §3 vorbereitet.

  • Das Exordium, also die Einleitung, macht Cicero in den §§ 1-3: er erklärt den Grund für die Prozessübernahme (Dankbarkeit, da er Schüler des Archias war); er bittet die Rede in einer anderen Art als gewöhnlich halten zu können.
  • Die Partitio, also die Präzisierung des Sachverhalts, wird in § 4 vorgenommen (Archias sei römischer Bürger, wenn er es nicht wäre, verdiente er es, das Bürgerrecht zu erhalten).
  • Die Narratio, also die Erzählung des Hergangs wird von § 4M. bis §7 vorgenommen. Es wird über die griechische Herkunft des Archias berichtet, sowie seine Ankunft in Rom erzählt. Genannt wird auch der Gang nach Sizilien, die Rückkehr und die Erwerbung des Bürgerrechts.
  • Die Argumentatio I (§§ 8-11) enthält die Widerlegung der Anklage. Es werden dabei Gründe angeführt, weswegen die Anklage falsch sein soll. Cicero führt Zeugen für seine Aussagen an (Lucullus, Bürger von Herakleia). Die Zuverlässigkeit der Zeugen sei relevanter als die schriftlich fixierten Dinge. Das Fehlen des Namens in den Censuslisten kann durch eine Abwesenheit von Rom oder eine Nichtabhaltung des Census erklärt werden.
  • Die Argumentatio II (§§ 12-30) macht zwar den größten Teil der Rede aus, ist aber extra causam. Cicero redet über den Wert der geistigen Arbeit im Allgemeinen und dann im Speziellen des Archias. Dabei setzt er sich mit Archias und der Bildung auseinander und mit Archias als Dichter. Dabei werden Vergleiche mit Homer und anderen Denkern geliefert. Cicero hebt den Wert der menschlichen Bildung, humanitas hervor.
  • Die Peroratio (§§ 31f.) schließt die Rede in normaler Art ab: Cicero bittet die Geschworenen um einen Freispruch für seinen Mandaten und ruft kurz seine Argumente, die er in der Argumentatio I vorgetragen hat (und die aufgrund der langen Ausführungen über Dichter und humanitas gewiss schon etwas in der Wahrnehmung der Geschworeren verblasst sind), in Erinnerung.

Ciceros Rede schien dann tatsächlich zum Freispruch geführt zu haben. Ein erhaltener Brief Ciceros nämlich setzt Archias’ Anwesenheit in Rom voraus.


Ausgaben

  • Helmut Vretska (Übers. und Hrsg.): Pro Archia poeta. Ein Zeugnis für den Kampf des Geistes um seine Anerkennung. Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, ISBN 3-534-06071-7.
  • Otto Schönberger (Übers. und Hrsg.): Pro A. Licinio Archia poeta oratio. Rede für den Dichter A. Licinius Archias. Lateinisch/deutsch. Bibliographisch ergänzte Ausgabe. Reclam, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-001268-6.

Afrikanische Literatur

Die afrikanische Literatur umfasst Literatur in verschiedenen Sprachen – europäischen und afrikanischen – mit verschiedenen Stilen und Themen sowie historischen Hintergründen. Einige Merkmale, die in der Literatur schwarzafrikanischer Autoren immer wieder auftauchen, sind die Kolonialgeschichte und die Kolonialkriege, die Enttäuschungen der nachkolonialen Zeit aufgrund der Gewaltherrschaft und Korruption der Eliten und dem daraus folgenden Zerfall der Gesellschaft. Vorbilder und Stoffe sucht sich die afrikanische Literatur in der vorkolonialen Geschichte und in der mündlichen Tradition.

Mit dem Studium der afrikanischen Literatur beschäftigt sich die Afrikanistik. Große Teile sind allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Inhaltsverzeichnis


Mündliche Literatur

Die mündlich überlieferte Erzählkultur (Oralliteratur) hat vielfältige Formen. Märchen und Fabeln sind Allgemeingut, während die Heldenepen und Chroniken unter Barden weitergegeben werden. Zu diesen Barden gehören beispielsweise die Griots bei den Yoruba, die früher an Königshöfen angestellt waren. Auch heute noch verdienen sich einige Barden mit dem Singen von Chroniken und Preisgesängen bei Festen ihren Lebensunterhalt.

Die schwarzafrikanische Kultur ist nicht grundsätzlich schriftlos. Schriftsysteme wie die Tifinagh- und die Nsibidi-Schrift haben sich für die Überlieferung der Volksliteratur aber offenbar als unpraktisch erwiesen. Janheinz Jahn kommt in Muntu. Umrisse der neoafrikanischen KulturJanheinz Jahn: Muntu. Umrisse der neoafrikanischen Kultur. Düsseldorf 1958, Kapitel 7: Hantu zu dem Schluss, dass die Wiedergabe mit einer Sprechtrommel einer schriftlichen Aufzeichnung gleichwertig und dem tropischen Klima, das Papier schnell verrotten lässt, besser angepasst sei. Eine schriftlose Kultur sei nicht zwingend weniger fortgeschritten, sondern besitze Werte, die in Schriftkulturen verloren gegangen seien.

Die Aufzeichnung und Übersetzung mündlicher afrikanischer Literatur ist unter anderem Hermann Baumann, Leo Frobenius und Robert Sutherland Rattray zu verdanken. Den Erzählungen und Liedern galt neben den Sprachstudien das Hauptinteresse der Ethnographie, bis die Analyse der Sozialstruktur das Studium der Volksliteratur verdrängte. Danach befassten sich ethnologisch nicht geschulte Missionare mit ihr, soweit sie sie verstehen konnten. Auch Frobenius selbst, der von 1904 bis 1935 zwölf Forschungsexpeditionen durch ganz Afrika unternahm, verstand keine afrikanische Sprache. Er ließ sich die Geschichten von den Erzählern der umliegenden Dörfer vortragen und hatte Übersetzer, die sie auf Englisch oder Französisch übertrugen. Seine deutschen Übersetzungen, beispielsweise die Heldenepen Pui und Dausi, veröffentlichte er ohne Originaltext in mehreren Sammelbänden.


Historische Literaturen


Ägypten

Hauptartikel: Altägyptische Literatur

Die altägyptische Literatur von ca. 2800 v. Chr. bis 300 n. Chr. ist in vielfältigen Formen überliefert. Die verwendeten Sprachen sind die Alt-, Mittel- und Neuägyptische Sprache sowie das Demotische. Da die Literatur nach dem Untergang der altägyptischen Kultur nicht durch Abschreiben überliefert wurde, beschränken sich die heutigen Kenntnisse auf archäologische Funde. Die ältesten Zeugnisse aus dem Alten Reich sind die religiösen Pyramiden- und Sargtexte und die Autobiographien, aus dem Mittleren Reich sind der Ipuwer-Papyrus oder die Geschichte von Sinuhe bekannt. Aus dem Neuen Reich sind auch Kriegstagebücher und Briefe (Papyrus Anastasi I) überliefert, sowie die neu begründete Jenseitsliteratur, die sich, wie beispielsweise das bekannte Totenbuch, auf das Leben nach dem Tod bezieht.


Frankophone Literatur

Französisch wird in West-, Ost- und Nordafrika gesprochen.


Négritude

Hauptartikel: Négritude

Die Négritude ist eine politische und literarische Bewegung, die auf die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung von W.E.B. Du Bois zurückgeht. Die Idee der Négritude war die Rückbesinnung auf afrikanische Kulturtraditionen und die Ablösung von Europa. Sie wurde zudem vom Sozialismus, vom Humanismus und von der deutschen Romantik beeinflusst. Die Négritude beruft sich auch auf die Theorien von Leo Frobenius in seiner Kulturgeschichte Afrikas, was von einigen Afrikanisten als Missverständnis angesehen wird.

1954 gründete der Senegalese Léopold Sédar Senghor gemeinsam mit dem Guyaner Léon-Gontran Damas und Aimé Césaire aus Martinique die Zeitschrift L’Etudiant Noir, deren Vorbilder die Crisis von der NAACP in den USA und die kommunistische Zeitschrift Légitime Défense in Paris waren. In der ersten Nummer benutzte Césaire den Begriff „Négritude“ und machte ihn durch sein Gedicht Cahier d’un retour au pays natal (1939), das als Beginn der literarischen Négritude gilt, bekannt. Senghor, Dichter und von 1960 bis 1980 auch erster Staatspräsident des unabhängigen Senegal, definierte die Négritude als „Gesamtheit der kulturellen Werte in der schwarzen Welt, wie sie sich im Leben, in den Institutionen und in den Werken der Schwarzen ausdrücken.“Definition zitiert in: Janheinz Jahn: Geschichte der neoafrikanischen Literatur. Düsseldorf 1966. Senghors Grundidee war eine Mischung der Kulturen, nicht eine Vorherrschaft europäischer oder afrikanischer Werte. Die Orientierung am Kommunismus, an der sich Senghor nie beteiligt hatte, und die Einordnung der Négritude in den Surrealismus endete nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele schwarze Soldaten kämpften in der Kolonialarmee Frankreichs und kamen von der Illusion des weißen Übermenschen, die sie in der Schule von den Kolonialherren übernommen hatten, ab. In der Folge verwendeten die Schriftsteller der Négritude vermehrt Begriffe aus westafrikanischen Sprachen und Motive der afrikanischen Mythologie. Der Grund dafür, dass die Literatur dennoch in französischer Sprache geschrieben ist, liegt einerseits in der konsequent frankophonen Schulbildung der Elite, andererseits im Interesse an französischen Verlagen und Lesern. Senghor veröffentlichte auch Gedichte in Serer, seiner Muttersprache. 1948 wurde die Négritude auch in Europa bekannt, als Senghor die Anthologie de la nouvelle poésie nègre et malgache de langue française herausgab, zu der Jean-Paul Sartre das Vorwort Orphée noir schrieb. Seit 1947 vertritt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Présence Africaine die Négritude in Paris.http://www.presenceafricaine.com/

Die Négritude formulierte die Forderung „Retour aux sources!“ („Zurück zu den Quellen!“). Ein Thema ihrer Literatur war deshalb die Wiederentdeckung der Quellen der afrikanischen Kultur. Diese Kultur, die auf dem Land teilweise noch in traditioneller Weise vorhanden war, sollte jenen, die die Geisteshaltung der Europäer übernommen hatten, an die Quellen zurückführen. Die von den afrikanischen Schriftstellern bisher meist unbeachtete mündliche Literatur wurde gesammelt und ins Französische übersetzt, weitere Fabeln und Märchen nach dem Muster der überlieferten neu gedichtet. Ein Beispiel bietet der Senegalese Birago Diop mit seinen Sammlungen Les contes d’Amadou Kouma (1947) und Nouveaux contes d’Amadou Kouma (1958), in denen die Grenze zwischen eigener Dichtung und der Überlieferung nicht mehr festzustellen ist. Die Literatur befasste sich auch mit den afrikanischen Königreichen. Auf der Suche nach einer Vergangenheit, die der Europas gleichwertig war, und die von den Kolonialherren stets abgetan worden war, stieß man in den 1940er und 1950er Jahren zu den sudanesischen Pyramiden und Königreichen, zu den Reichen Timbuktu, Ghana und Simbabwe. Die Darstellung der Größe und Bedeutung dieser Reiche war ist nicht selten überhöht. Der erste historische Roman, Doguicimi (1933) von dem Beniner Paul Hazoumé, behandelte das Königreich Dahomey, nach dem sich der Staat Benin benannt hat.


Antikoloniale Literatur

Anders als die Négritude wollte die antikoloniale Literatur der 1950er und 1960er Jahre das koloniale System unmittelbar erschüttern. Sie drückte sich durch den Roman aus. Frankophone Romanciers wie die Kameruner Mongo Beti und Ferdinand Oyono, der Senegalese Ousmane Sembène sowie Benjamin Matip und Jean Malongo aus der Republik Kongo thematisierten die Abhängigkeit von der Kolonialmacht und wurden radikaler angesichts des französischen Desinteresses an Reformen. Ihre Romane hatten das Ziel, die politische Haltung der Leser zu beeinflussen. Um dies zu erreichen, schildern die Romane häufig Einzelschicksale von Afrikanern, an denen die Diskriminierung durch weiße Geschäftsmänner, Kolonialbeamte oder Missionare deutlich wird. Die Parteilichkeit schloß eine differenzierte Darstellung keineswegs aus, wie nicht zuletzt Sembènes hervorragender Roman Holzstücke Gottes über einen Streik unter der Kolonialherrschaft zeigt.


Heutige frankophone Literatur

In den 1970er und 1980er Jahren wollten sich Autoren wie Francis Bebey, Ahmadou Kourouma und Jean Pliya auf die ursprünglichen traditionellen Aufgaben, die afrikanische Künstler hatten, zurückbesinnen. Sie wandten sich von französischen Publikum ab und richteten sich an eine neue afrikanische Leserschaft, denen sie politische Werte vermitteln wollten. In Kamerun, Senegal und den benachbarten Ländern wurden neue Verlage gegründet, das Verlagshaus Editions CLE beispielsweise förderte gezielt junge westafrikanische Talente. Afrikanisches Vokabular konnte zunehmend verwendet werden, da für ein sachkundiges afrikanisches Publikum geschrieben wurde. Die Romane bezogen sich anders als früher auf einzelne Kulturen und Regionen und ab 1990 auch auf globalere Erfahrungen der Schriftsteller.


Anglophone Literatur

Die englische Sprache ist in West-, Ost- und im südlichen Afrika verbreitet. Ihre Literatur wird seit den 1950er Jahren international beachtet.


Westafrika

Stand vor den 1960er Jahren die mündliche Tradition im Mittelpunkt, gingen viele Autoren nach der Unabhängigkeit zu einer Kritik an der gegenwärtigen Gesellschaft, an den neu entstandenen Gewaltherrschaften und an der Korruption über. Viele bedeutende Autoren Westafrikas kommen aus Nigeria, auch einer der ersten modernen westafrikanischen Autoren, Amos Tutuola (The Palm Wine Drinkard, 1952). Als eigentliche Gründerfigur gilt Chinua Achebe, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2002. Seine Bücher thematisieren den Kolonialismus und haben das erklärte Ziel, das von der kolonialistischen Literatur z. B. Joseph Conrads vermittelte Bild eines primitiven Afrikas zu berichtigen. Weitere Vertreter dieser desillusionierenden Literatur, die im Vergleich mit der Négritude auch Tigritude genannt wird, waren Wole Soyinka und der Ghanaer Ayi Kwei Armah. Eine starke Wirkung hatte der Biafra-Krieg, der sowohl bei Achebe und Soyinka, als auch in dramatischen Kriegsromanen behandelt wird. In den 1950er Jahren kam zudem eine Großstadtliteratur nach amerikanischem Vorbild auf (Cyprian Ekwensi), veröffentlicht in auf dem Markt vertriebenen Heftchen der sogenannten Onitsha-Marktliteratur. In den 1970er Jahren meldeten sich verstärkt Frauen literarisch zu Wort, beispielsweise die Nigerianerin Buchi Emecheta und die Ghanaerin Ama Ata Aidoo. Die Themen der 1980er und 1990er Jahre waren die Demokratisierungsbewegung und die Kritik an der Militärdiktatur. Diese Kritik kostete Ken Saro-Wiwa das Leben: er wurde 1995 von der Militärdiktatur Sani Abachas zum Tode verurteilt.


Ostafrika

Die Entwicklung der anglophonen ostafrikanischen Literatur vollzog sich zunächst vor allem im Umfeld der ugandischen Makerere-Universität. Dort entstand um 1970 ein Zentrum der ostafrikanischen Literaturszene, das sich auch auf Kenia konzentrierte. Bekannte Autoren, die große Beachtung fanden, waren Okot p’Bitek (Lawinos Lied) und Taban lo Liyong.
Die anglophone ostafrikanische Literatur hat jedoch einen anderen Hintergrund als die westafrikanische. In Ostafrika sind bereits Swahili und weitere afrikanische Sprachen als traditionsreiche Literatursprachen verbreitet. Deshalb haben englisch schreibende Autoren meist eine andere Muttersprache als Swahili und die anglophone ostafrikanische Literatur erschien ein Jahrzehnt später als die westafrikanische. Wichtig für die Verbreitung der anglophonen Literaturen waren Zeitschriften wie Transition. Zu den bedeutendsten Schriftstellern Kenias zählt Ngũgĩ wa Thiong’o. Mit dem Zusammenbruch der früheren Ostafrikanischen Gemeinschaft geriet die ostafrikanische Literatur in eine Krise, die die Schließung zahlreicher Literaturzeitschriften zur Folge hatte. Seitdem hat die anglophone Literatur in Ostafrika zwar bedeutende Einzelpersönlichkeiten wie Nuruddin Farah hervorgebracht, kann aber an die 1960er und 1970er Jahre nicht mehr anschließen.


Südliches Afrika

Bedeutende Länder sind vor allem Simbabwe und Südafrika. In Simbabwe entwickelte sich erst spät eine moderne Schriftliteratur der schwarzen Bevölkerung. Die Romane von Stanley Nyamfukudza und Dambudzo Marechera sind von den Rebellenbewegungen geprägt worden, betrachten den Widerstand gegen die Kolonialherrendings aller nüchtern und selbstkritisch, nicht glorifizierend wie in anderen Ländern. In Südafrika begannen weiße Autoren bereits im 19. Jahrhundert, literarische Werke zu veröffentlichen. Schwarze Autoren folgten in den 1920er und 1930er Jahren, Herbert Dhlomo, Thomas Mofolo und Sol Plaatje schufen eine eigenständige Literatur. Während des Apartheidsystems richteten sich viele Autoren unter großem politischem Druck gegen dieses. Andere, z. B. der Romanautor Alex LaGuma und der Dichter Dennis Brutus, gingen ins Ausland. Die einzelnen Strömungen, also die Exilliteratur, die schwarze Literatur mit Vertretern wie Zakes Mda oder Mongane Wally Serote und die weiße Literatur mit den Literaturnobelpreisträgern Nadine Gordimer und John M. Coetzee sowie André Brink, Breyten Breytenbach und Athol Fugard waren voneinander abgeschottet und begannen erst mit dem sich abzeichnenden Ende der Apartheid, sich einander zu nähern.


Schriftliche Literatur in afrikanischen Sprachen


Südafrika

In Südafrika wurden isiXhosa, Sotho (Nord- und Süd-Sotho) und isiZulu zu bedeutenden Literatursprachen. Im frühen 19. Jahrhundert kamen die Völker in Kontakt mit Europäern, die die Lese- und Schriftkultur sowie Druckerpressen nach Südafrika brachten. In der Folge entstanden unterschiedliche Genres, wobei Xhosa und Zulu unterworfen wurden, die Sotho aber der europäischen Kolonialisierung entgingen. Die ersten Autoren standen unter dem Einfluss der Missionare und waren christlich geprägt. So übersetzte der Xhosa Tiyo Soga das religiöse Werk The pilgrim’s progress von John Bunyan und der Xhosa-Dichter Ntsikana schrieb Kirchenlieder. Weltbekannt wurde 1925 Chaka von Thomas Mofolo. Die Buchveröffentlichungen seit 1910 waren vielfach der Zensur der Missionare und später des Apartheidregimes und der Sprachüberwachung ausgesetzt. Die Gründung einer Reihe von Verlagen und die heutige Anerkennung der afrikanischen Sprachen lassen auf die Förderung der Literatur in afrikanischen Sprachen hoffen.


Westafrika

Obwohl in Westafrika 400 Sprachen gesprochen werden, haben nur die Hauptsprachen eine bedeutsame literarische Tradition. Die Literatur in Yoruba entstand bereits im 19. Jahrhundert, da die christlichen Yoruba ein frühes Interesse an der westlichen Erziehung zeigten. So entstanden seit 1886 zahlreiche Gedichtsammlungen. Der erste Roman, Itan Emi Segilola von Isaac Thomas, erschien 1930 als Fortsetzungsroman in einer Lagoser Zeitung. Ihm folgten weitere Romane, unter anderem von Daniel Fagunwa. Die Hausa im Norden Nigerias wurden mehr vom Islam als von westlichen Einflüssen geprägt. Ihre Literatur ist weniger umfangreich als die der Yoruba, reicht aber bis Usman dan Fodio zurück. Einen eher geringen Beitrag zur nigerianischen Literatur haben bisher die Ibo geleistet. Anstrengungen zu Förderung der Literatur in Ibo waren weitgehend erfolglos, erst in den 1970er Jahren traten einige Romanciers wie Tony Ubesie hervor. Auch die Sprachen Twi und Fante, die in Ghana gesprochen werden, haben sich zu Literatursprachen entwickelt.


Ostafrika

Die klassische islamische Swahili-Dichtung, vorherrschend an der Küste Kenias, reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Sie handelte meist von religiösen Themen, beispielsweise vom Leben Mohammeds, oder von historischen Ereignissen. Wichtige Dichter waren Malenga al-Kilify, Aidarusi bin Athumani, Mwengo bin Athumani und Sayyid Abdul bin Nassir. Romane in Swahili entstanden erst in den 1950er Jahren in Kenia und besonders in Tansania, wo es keine nennenswerte englischsprachige Literatur gibt.


Lusophone Literatur

Die portugiesische Sprache ist in Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, Kap Verde und São Tomé und Príncipe, den ehemaligen Kolonien von Portugal, verbreitet.


Angola

Als das erste Werk der angolanischen Literatur gilt der Gedichtband Espontaneidades da minha alma von José da Silva Maia Ferreira, der 1849 in Luanda erschien. Ferreira gehörte der kreolischen Gesellschaft an, die die literarische Bewegung Angolanidade entwickelte. Diese Bewegung wird in den Romanen von O segredo da morta (1929) von António de Assis Júnior bis A gloriosa familía (1997) von Pepetela thematisiert und bildet somit den Leitfaden durch die angolanische Literatur. Mit der Gründung der Zeitschrift Mensagem durch Agostinho Neto als Reaktion auf kolonialistische Repressionen ab 1920 begann eine literarische und später auch politische Aufbruchsstimmung, die in der Unabhängigkeitsbewegung MPLA mündete. Wichtige Werke des Unabhängigkeitskampfes waren die sozialkritische Camaxilo-Trilogie (ab 1949) von Castro Soromenho und der Roman Mayombe (1980) von Pepetela. Pepetela war selbst aktiver Guerillakämpfer der MPLA, Neto wurde nach der Unabhängigkeit 1975 erster Präsident.


Kap Verde

In Kap Verde wird neben Portugiesisch die Mischsprache kapverdisches Kreol gesprochen, in der Eugénio Tavares und Pedro Cardoso in den 1930er Jahren Gedichtsammlungen veröffentlichten, die aber nicht zur Literatursprache geworden ist. Die ersten Schriftsteller zu Beginn des Jahrhunderts, Baltasar Lopes da Silva, Jorge Barbosa und Manuel Lopes, wurden von literarischen Bewegungen in Brasilien beeinflusst. Sie veröffentlichten nach 1936 in der Zeitschrift Claridade Gedichte und Kurzgeschichten, zum Beispiel die berühmte Kurzgeschichte O enterro de nhâ Candinha Sena (1957) von António Aurélio Gonçalves. Der einzige Roman von Baltasar Lopes da Silva, Chiquinho (1947), war wegweisend für die kapverdische Literatur. Die Autoren der nachkolonialen Zeit suchen die Annäherung an Afrika und haben seit 1977 die Zeitschrift Raîzes (Wurzeln). Der Rechtsanwalt Germano Almeida, der heute bekannteste Autor, entlarvt in seinen humoristischen Romanen die Scheinheiligkeit der kapverdischen Moral. A morte do meu poeta (1998) gilt als der erste Nationalroman des 1975 unabhängig gewordenen Kap Verde.


São Tomé und Príncipe

Aus São Tomé und Príncipe stammt der erste afrikanische Dichter portugiesischer Sprache, Caetano da Costa Alegre. Ein weiterer Dichter war José Francisco Tenreiro. Er studierte wie da Costa Alegre in Portugal und schrieb ein Essay über die Entstehung der Négritude aus afroamerikanischen, kubanischen und brasilianischen Vorbildern (Acerca da literatura „negra“). Auch seine Gedichtbände Ilha de santo nome (1942) und Coraçao em Africa (1964) werden mit der Négritude in Verbindung gebracht. Die Schriftstellerinnen Alda do Espírito Santo und Maria Manuela Margarido wurden beide während der Kolonialzeit von der portugiesischen Geheimpolizei PIDE inhaftiert. Versuche, die Kreolsprache Saotomense als Literatursprache zu etablieren, sind bis heute erfolglos geblieben.


Buchmessen und Literaturpreise

Eine bedeutende internationale Buchmesse war bisher die Zimbabwe International Book Fair (ZIBF)http://www.zibf.org/, die seit 1983 in der Hauptstadt Harare stattfindet. Nachdem sich der Präsident Simbabwes, Robert Mugabe, ablehnend über die Präsenz Homosexueller auf der Buchmesse geäußert hatte, wurden Forderungen nach einer Verlegung der Buchmesse nach Kapstadt in Südafrika laut. Tatsächlich wurde in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse im Juni 2006 die Buchmesse Kapstadt eröffnet. Zuvor wurde in Johannesburg bereits die International South African Education, Training, School Supplies and Book Market Exhibition veranstaltet. Weitere Buchmessen finden in Lagos (Nigeria, seit 1994), Accra (Ghana, seit 1996) und Lusaka (Sambia) statt; eine internationale Kinderbuchmesse wird seit 1992 in Lomé (Togo), eine panafrikanische Kinderbuchmesse seit 1992 in Nairobi (Kenia) organisiert.

International angesehene Preise sind der Grand Prix littéraire de l’Afrique noire für frankophone und der African Commonwealth Writers Prize für anglophone Literatur. Ein weiterer namhafter Literaturpreis ist der Noma Award for Publishing in Africa für in afrikanischen Verlagen erschienene Bücher, der seit 1980 an der Frankfurter Buchmesse verliehen wird, das erste Mal an Mariama Bâ. Für afrikanische (auch arabische) Dichtung wird der Tchicaya-U-Tam’si-Preis verliehen. In Deutschland zeichnet der LiBeraturpreis Schriftstellerinnen aus Afrika neben Asien und Lateinamerika aus.

Bisher wurde der Nobelpreis für Literatur drei Schriftstellern und einer Schriftstellerin aus Afrika verliehen:

Jahr Name Nationalität
1986 Wole Soyinka Nigeria
1988 Nagib Mahfuz Ägypten
1991 Nadine Gordimer Südafrika
2003 John Maxwell Coetzee Südafrika


Siehe auch

  • Afrikanisches Kino
  • Bibliothekswesen in Südafrika


Listen

  • Liste afrikanischer Schriftsteller
  • Liste ägyptischer Schriftsteller
  • Liste ghanaischer Schriftsteller
  • Liste nigerianischer Schriftsteller
  • Liste südafrikanischer Schriftsteller


Werke

  • Pui, westafrikanisches Epos
  • Dausi, westafrikanisches Epos
  • Ethiopia Unbound, von Joseph Ephraim Casely Hayford, Ghana 1911
  • Lawinos Lied, von Okot p’Bitek, Uganda 1966


Quellen


Literatur


Einführungen

  • Manfred Loimeier, Wortwechsel. Gespräche mit afrikanischen Autorinnen und Autoren, Bad Honnef: Horlemann 2002
  • Holger Ehling, Peter Ripken: Die Literatur Schwarzafrikas München 1997. (Autorinnen und Autoren in Einzelporträts)


Gesamtdarstellungen

  • J. Jahn: Geschichte der neo-afrikanischen Literatur. Düsseldorf 1965.
  • Hjördis Jendryschik: Afrikanische Bauformen des Erzählens. Spezifische Eigenarten des frankophonen Romans Schwarzafrikas. Lang, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-631-43570-3
  • Tibor Keszthelyi: Afrikanische Literatur : Versuch e. Überblicks. Aus d. Ungar. übers. von Péter Lieber. Aufbau-Verl., Berlin 1981
  • Kesteloot Lilyan: Histoire de la litterature negro-africaine. Karthala, Paris 2001, ISBN 2845861125 (französisch)
  • Rainer Strzolka: Bibliotheken in Afrika. In: Bibliothek. Forschung und Praxis 23.1999.2, 157-194
  • Rainer Strzolka: Bibliotheken in oralen Kulturen: das Beispiel Afrika”. 2. Aufl. in zwei Bänden. Hannover: Koechert 2000
  • Abiola Irele, Simon Gikandi (Hrsg.): The Cambridge history of African and Caribbean literature. 2 Bände. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2004, ISBN 0521594340 Inhaltsverzeichnis


Enzyklopädien

  • Simon Gikandi (Hrsg.): Encyclopedia of African literature. Routledge, London 2003, ISBN 0415230195


Weblinks

  • Empfehlungsliste zur Einführung in die Literatur Afrikas
  • Aufsätze über das Verlagswesen im anglophonen Afrika (englisch)
  • Literaturempfehlungen des JulimJournals

Deutsche Rennslalom-Meisterschaft

Die Deutsche Rennslalom-Meisterschaft ist eine 2007 zum ersten Mal vom Deutschen Motorsportbund (DMSB) nach den Regel des Automobil-Slaloms ausgeschriebene Rennserie der längsten und schnellsten Slaloms Deutschlands.

Die Serie ging aus dem Rennslalom-Cup hervor, der 2004 zum ersten Mal ausgetragen wurde und der auf Strecken wie Hockenheim, Wunstorf, Oschersleben, Schleiz und Groß Dölln ausgetragen wurde. Der Gesamtsieger der Serie erringt den Titel “Deutscher Rennslalom-Meister”.

Zu den Veranstaltungen 2007 zählen:

24.03.2007 Oschersleben (VG Langenhagener MAC, LMC, MCN und MSC Bodenwerder)

09.04.2007 Hockenheim (AC Maikammer)

30.06.2007 Dölln 5000 (PSV Berlin)

01.07.2007 Dölln 5000 (PSV Berlin)

14.07.2007 Ahlhorn (Bramsche)

15.07.2007 Ahlhorn (Oldenburg)

25.08.2007 Bitburg (Odenkirchen)

26.08.2007 Bitburg (EMSC)

22.09.2007 Schöne Aussicht (MSC Hornberg)

23.09.2007 Freiamt (MRTF)

Marianne Goltz-Goldlust

Marianne Goltz-Goldlust (geb. Pelokostolzki) (* 31. Januar 1895 in Wien; † 8. Oktober 1943 in Prag) war von 1918 bis 1933 Schauspielerin und Operettensängerin in Salzburg.

Marianne trat 1929 in Berlin zum vierten Mal in den Stand der Ehe, diesmal mit dem Juden Werner Goltz-Goldlust. Als große Gegner des Nationalsozialismus flohen sie im Jahre 1939 nach Prag, wo sich Werner Goltz-Goldlust jedoch, aus Angst inhaftiert zu werden, entschloss, nach England zu flüchten. Marianne hingegen schloss sich einer antinazistischen Untergrundbewegung an.

Am 18. Mai 1943 wurde sie vom Landesgericht Prag “im Namen des deutschen Volkes” zum Tode verurteilt. Fünf Monate später, am 8. Oktober 1943, wurde sie in bewusstlosem Zustand, der die Folge eines Suizidversuches ist, hingerichtet.

1988 wurde Marianne Goltz-Goldlust vom Yad Vashem postum als “Gerechte unter den Völkern” ausgezeichnet.


Veröffentlichungen

  • “Der große Tag”, Buch über Mariannes Leben und ihre Briefe im Gefängnis in Prag, Gabriele Walter-Verlag in Stuttgart 1987.


Weblinks

  • Dokumentation über die Gerechten Österreichs

Eques (Begriffsklärung)

Eques (lateinisch „Reiter“, „Ritter“) kann bezeichnen:

  • einen Eques, d. h. einen Angehörigen des römischen Ritterstandes (equester ordo);
  • einen Reiter in einer Hilfstruppeneinheit des römischen Heeres;
  • den Eques, einen berittenen römischen Gladiator.

Pršut

Pršut (dalmatinischer Rohschinken) ist ein luftgetrockneter Schinken nach alter dalmatinischer Herstellungsart, wie ihn die Bauern seit langer Tradition herstellen.

Es ist ein ganzer Schinken mit einem Gewicht von ca. fünf bis sieben kg, der seine Reife durch traditionelle Lagerung in einem Zeitraum von zwei Jahren erlangt. Der Schinken wird anschließend von Hand mit einem scharfen Messer in hauchdünne Scheiben geschnitten. Dazu benutzt man ein Gestell, in dem der Schinken senkrecht befestigt werden kann.

Vierkantiges Weidenröschen

Vierkantiges Weidenröschen
: Rosenähnliche (Rosidae)
: Myrtenartige (Myrtales)
: Nachtkerzengewächse
(Onagraceae)
: Onagroideae
: Weidenröschen (Epilobium)
: Vierkantiges Weidenröschen
Wissenschaftlicher Name
Epilobium tetragonum
L. s. l.

Das Vierkantige Weidenröschen (Epilobium tetragonum s. l.) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Es sind zwei Unterarten bekannt: Das Gewöhnliche Vierkantige Weidenröschen (E. tetragonum subsp. tetragonum L.) und das Graugrüne Weidenröschen (E. tetragonum subsp. lamyi (F. W. Schultz) Nyman).

Inhaltsverzeichnis


Verbreitung

Das Vierkantige Weidenröschen ist in ganz Europa mit Ausnahme Skandinaviens bis Zentralasien verbreitet. Ferner existieren Populationen in Afrika. Die weiteste Verbreitung hat das Gewöhnliche Vierkantige Weidenröschen. Das Graugrüne Weidenröschen kommt nicht in Asien vor.


Beschreibung

Das Vierkantige Weidenröschen erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Es ist eine Rosettenpflanze mit nahe der Oberfläche liegenden Überdauerungsknospen (Hemikryptophyt, krautiger Chamaephyt). Die Stängel sind unten rundlich. Oben tragen sie zwei bis vier erhabene Leisten, die oft rötlich überlaufen sind. Während die Stängel des Gewöhnlichen Vierkantigen Weidenröschens kahl sind, sind sie beim Graugrünen Weidenröschen angerdrückt grauhaarig. Die Laubblätter sind bei der zuerst geannten Unterart lanzettlich bis eiförmig und scharf knorpelig nach vorn gezähnt, frischgrün glänzend und fast kahl. Die Blätter des Graugrünen Weidenröschens sind dagegen stumpflich mit vereinzelten Zähnen, schwach bläulich grün und oft rötlöich überlaufen.

Die Blüten sind 4 bis 6 Millimeter (E. tetragonum subsp. teragonum) oder 8,5 Millimeter (E. tetragonum subsp. lamyi) lang. Die Kronblätter sind blassrosafarben. Die Narben ist keulig geformt. Die Kapseln sind angedrückt behaart, graugrün und drüsenlos. Sie Samen sind gleichmäßig feinwarzig.


Literatur

  • R. Haeupler & Th. Muer: Bildatlas der Farn und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer, Stuttgart, 2000. ISBN 3-8001-3364-4


Weblinks

  • Weltweite Verbreitung von Epilobium tetragonum subsp. tetragonum
  • Weltweite Verbreitung von Epilobium tetragonum subsp. lamyi

Badmintonschläger

Ein Badmintonschläger ist das Sportgerät zum Schlagen des Shuttlecock beim Badminton.

In der einfachsten Form ist der Stahlschaft mit dem Stahlkopf durch ein T-Stück verbunden. Derart aufgebaute Schläger wiegen ca. 120 Gramm. Bei moderneren Modellen sind Schaft und Schlägerkopf aus einem Stück gefertigt. Das Material ist Graphit/Karbon mit einem bis zu 3% hohen Anteil an Titan, Bor, Kevlar usw., die Flexibilität/Härte und das Gewicht beeinflussen. Das Gewicht der Topmodelle beträgt ca. 80 Gramm. Besonders gewichtsoptimierte Schläger bringen lediglich ca. 70 Gramm auf die Waage.


Rahmen

Je härter der Rahmen, desto präziser kann man mit dem Schläger spielen. Dabei ist aber gute Schlagtechnik erforderlich, da bei ungenauem Treffen des Balles Vibrationen entstehen, die durch den harten Rahmen geleitet werden, und vor allem in Verbindung mit einer ungünstigen Schlagtechnik schnell zum Tennisarm führen können.
Je weicher der Rahmen, desto ungenauer ist der harte Schlag, aber desto armschonender ist der Schläger bei normalem Spiel.

Zur Verbesserung des Griffs und weiterer Vermeidung von Schwingungsübertragung auf den Schlagarm wird in der Regel ein zusätzliches Griffband eingesetzt.


Besaitung

Zur Bespannung bieten die Hersteller unterschiedliche Varianten an Saiten an. Im Anfängerbereich werden Schläger hauptsächlich mit einfachen, aber günstigen Kunststoffsaiten bespannt. Fortgeschrittene und Profis verwenden eher die teureren Naturdarmsaiten oder mehrfach geflochtene Kunststoffsaiten, die bessere Ballkontrolle und längere Haltbarkeit bieten. Je nach Spielertyp können Badmintonschläger unterschiedlich hart bespannt werden (Zugbelastung ca. 7 – 12 kg). Wegen der ovalen Form des Schlägerkopfes werden die Längssaiten eines Schlägers meist um 0,5 – 1 kg härter bespannt als die Quersaiten.

Altnazi

Altnazi ist ein Kampfbegriff, mit dem Personen bezeichnet werden, die bereits während der Zeit des Nationalsozialismus überzeugte Anhänger des Nationalsozialismus waren. Der Begriff unterscheidet sich insofern grundlegend von dem des Neonazi (wörtlich Neu-Nazi), mit dem Anhänger des Nationalsozialismus bezeichnet werden, die erst nach 1945 geboren oder politisch aktiv wurden.

Der Terminus „Altnazi“ wurde ursprünglich in den 1950er und 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch sehr intensiv von den Medien der Deutschen Demokratischen Republik gebraucht, um frühere hochrangige Funktionäre im Nationalsozialismus zu kennzeichnen, die es nach dem Zweiten Weltkrieg trotz Entnazifizierung in der neuen Bundesrepublik wieder zu Amt und Würden gebracht hatten. Eine parallel verbreitete Auffassung sah die Bundesrepublik Deutschland als Nachfolgestaat des 3. Reiches an, der sich bloß eine “demokratische Maske über das faschistische Gesicht gezogen hat”. Neben Personen wie Hans Filbinger wurden und werden beispielsweise Hans Globke, Hanns Martin Schleyer, Reinhard Gehlen, Werner Best und viele Generäle der frühen Bundeswehr mit diesem Begriff belegt. Daneben wird Altnazi ebenfalls für weiterhin aktive Nationalsozialisten verwendet.

Voigtsdorf (Begriffsklärung)

Voigtsdorf bezeichnet Ortsnamen:

  • Gemeinde Voigtsdorf im Landkreis Mecklenburg-Strelitz in Mecklenburg-Vorpommern
  • Ortsteil Voigtsdorf der Gemeinde Glewitz im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern
  • Ortsteil Voigtsdorf der Gemeinde Dorfchemnitz im Landkreis Freiberg in Sachsen
  • Voigtsdorf bei Habelschwerdt (Wójtowice), Ortschaft in der Gemeinde Bystrzyca Kłodzka, Woiwodschaft Niederschlesien

Rajendra Prasad

Rajendra Prasad (hindi: राजेन्द्र प्रसाद, Rājendra Prasād; * 3. Dezember 1884 in Zeradei, Bihar; † 26. Februar 1963 in Patna, Bihar) war ein indischer Politiker.

Der promovierte Jurist und Anhänger Gandhis wurde 1947 Erziehungsminister. Er war nach Beendigung der Herrschaft Großbritanniens erster Präsident des unabhängigen Indiens von 1950 bis 1962. Im selben Jahr wurde er mit dem Bharat Ratna ausgezeichnet.

Hangeul-Tag

Der Hangeul-Tag (auch Tag der Verkündung des Hangeul oder Tag des koreanischen Alphabets) ist ein nationaler Gedenktag Koreas zur Erinnerung an die Erfindung und Verkündung des koreanischen Alphabets, des Hangeul, durch König Sejong, der in Südkorea am 9. Oktober und in Nordkorea am 15. Januar begangen wird.

Der Status des Hangeul-Tages als gesetzlicher Feiertag wurde 1991 in Südkorea auf Druck der führenden Arbeitgeber abgeschafft, um die Zahl der Arbeitstage zu erhöhen.

In Nordkorea wird der Feiertag unter der Bezeichnung Chosŏn’gŭl-Tag am 15. Januar begangen, da man dort annimmt, dass an jenem Tag im Jahre 1445 (bzw. 1444 nach dem Mondkalender) das sogenannte Hunmin Jeongeum, der Text zur Einführung des neuen Alphabets, geschaffen wurde.

Liste der Mitglieder des Landtages Mecklenburg-Vorpommern (4. Wahlperiode)

Liste der Mitglieder des Landtages Mecklenburg-Vorpommern der 4. Wahlperiode (2002-2006) mit Fraktionszugehörigkeit. Für die Landesregierung dieser Legislaturperiode siehe: Kabinett Ringstorff II.

Inhaltsverzeichnis


A

  • Michael Ankermann (CDU)


B

  • Dr. Till Backhaus (SPD)
  • Dr. Gerhard Bartels (fraktionslos)
  • Norbert Baunach (SPD)
  • Andreas Bluhm (Die Linke.PDS)
  • Barbara Borchardt (Die Linke.PDS)
  • Rudolf Borchert (SPD)
  • Dr. Ulrich Born (CDU)
  • Sylvia Bretschneider (SPD)
  • Martin Brick (CDU)
  • Mathias Brodkorb (SPD)


C

  • Lorenz Caffier (CDU)


D

  • Reinhard Dankert (SPD)
  • Konrad Döring (Die Linke.PDS)


F

  • Kerstin Fiedler-Wilhelm (CDU)
  • Holger Friedrich (SPD)
  • Maika Friemann-Jennert (CDU)
  • Siegfried Friese (SPD)


G

  • Harry Glawe (CDU)
  • Angelika Gramkow (Die Linke.PDS)


H

  • Jörg Heydorn (SPD)
  • Renate Holznagel (CDU)


J

  • Dr. Armin Jäger (CDU)
  • Hans-Heinrich Jarchow (SPD)


K

  • Sigrid Keler (SPD)
  • Vincent Kokert (CDU)
  • Dr. Klaus-Michael Körner (SPD)
  • Torsten Koplin (Die Linke.PDS)
  • Bodo Krumbholz (SPD)
  • Lilly Kühnel (SPD)


L

  • Egbert Liskow (CDU)
  • Ilka Lochner-Borst (CDU)
  • Frank Ronald Lohse (SPD)
  • Regine Lück (Die Linke.PDS)


M

  • Beate Mahr (SPD)
  • Gabriele Měšt’an (Die Linke.PDS)
  • Klaus Mohr (SPD)
  • Hannelore Monegel (SPD)
  • Detlef Müller (SPD)
  • Heinz Müller (SPD)


N

  • Dr. Norbert Nieszery (SPD)


P

  • Angelika Peters (SPD)
  • Andreas Petters (CDU)
  • Heike Polzin (SPD)
  • Rainer Prachtl (CDU)


R

  • Torsten Renz (CDU)
  • Wolfgang Riemann (CDU)
  • Wolf-Dieter Ringguth (CDU)
  • Dr. Harald Ringstorff (SPD)
  • Peter Ritter (Die Linke.PDS)


S

  • Ute Schildt (SPD)
  • Volker Schlotmann (SPD)
  • Beate Schlupp (CDU)
  • Karin Schmidt (Die Linke.PDS)
  • Bernd Schubert (CDU)
  • Jochen Schulte (SPD)
  • Thomas Schwarz (SPD)
  • Birgit Schwebs (Die Linke.PDS)
  • Dr. Margret Seemann (SPD)
  • Erwin Sellering (SPD)
  • Gesine Skrzepski (CDU)
  • Karin Strenz (CDU)


T

  • Reinhardt Thomas (CDU)
  • Dr. Gottfried Timm (SPD)
  • Udo Timm (CDU)


V

  • Jörg Vierkant (CDU)
  • Angelika Voland (SPD)
  • Dr. jur. Henning von Storch (CDU)


W

  • Gerd Walter (Die Linke.PDS)
  • Alexa Wien (Die Linke.PDS)


Z

  • Dr. Gerd Zielenkiewitz (SPD)

Karin Maurer

Karin Maurer geb. Appenzeller (* 21. Februar 1980 in Biel) ist eine Schweizer Gleitschirmpilotin aus Wilderswil. Im Hauptberuf ist sie Bahnbetriebsdisponentin in Wengen BE und seit 2007 die Ehefrau von Chrigel Maurer.

Im Jahr 1998 begann sie mit dem Gleitschirmfliegen, Wettkämpfe bestreitet sie seit 2002.


Erfolge

  • Gesamtweltcupsiegerin 2006
  • Schweizer Meisterin 2006
  • Schweizermeisterschaft Mt. Lema 2006 - 5. Rang
  • Damen PWC Brasilien 2006 - 2. Rang
  • Damen PWC Österreich 2006 - 2. Rang
  • Damen PWC Slovenien 2006 - 2. Rang
  • Damen PWC La Reunion 2006 - 3. Rang
  • Gleitschirm-Weltcup 2005 - 3. Rang (37. Overall)


Weblinks

  • Homepage von Karin Maurer