Der Jahrestag der politischen Lüge am 20. März wurde 2006 erstmals von der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e. V. mit Sitz in Berlin ausgerufen, um das Bewusstsein für Inhalte und Formen politischer Kommunikation zu schärfen. Anlass war der dritte Jahrestag des Einmarsches der US-geführten Truppen in den Irak.

2006 wurde der Tag mit einer weltweiten Lesung begangen. An 47 Veranstaltungsorten auf allen Kontinenten wurde der Essay “Was ich hörte vom Irak” des New Yorker Schriftstellers Eliot Weinberger vorgetragen und inszeniert.

Die zweite weltweite Lesung am Jahrestag der politischen Lüge fand am 20. März 2007 zur Erinnerung an Anna Politkovskaja an über 70 Veranstaltungsorten statt. Die Journalistin und Putin-Kritikerin war am 7. Oktober 2006 in Moskau ermordet worden.


Weltweite Lesung gegen Robert Mugabe 2007

Im Rahmen der Vorbereitungen des siebten internationalen literaturfestivals berlin unterschrieben 150 Autoren - darunter Isabel Allende, Mario Vargas Llosa und Nadine Gordimer einen Appell zu einer weltweiten Lesung gegen Robert Mugabe, der am 22. Juni 2007 veröffentlicht wurde. Sie riefen Schulen, Theater, Universitäten, Radiostationen und andere Kultureinrichtungen weltweit auf, am 9.September 2007 Texte von Elinor Sisulu, Chirikure Chirikure, Chenjerai Hove und Dambudzo Marechera öffentlich vorzulesen.